co2-frei wohnen

ressourcenschonend

Eindeutiger als die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel kann man es nicht sagen: „Der Klimawandel ist die Überlebensfrage der Menschheit“. Die CO2-freie Produktion von Energie ist deshalb der Schlüssel für den Fortbestand der Erde. Das gilt insbesondere im Städte- und Wohnungsbau und bei der Mobilität. Hier gibt es das größte Potenzial zum Umsteuern.

co2-frei wohnen

Ein Leben ohne CO2-Emissionen ist nicht nur eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, sondern mit dem richtigen Konzept auch realisierbar, denn die technischen und rechtlichen Voraussetzungen liegen längst vor. Doch noch immer wird dieses Ziel nicht konsequent genug angegangen. Der Grund liegt nicht etwa im mangelnden Willen, sondern im fehlenden Wissen, um die bereits heute bestehenden Umsetzungsmöglichkeiten. Mehr denn je müssen heute innovative Architekten, kreative Städteplaner und verantwortungsbewusste Verwaltungen moderne Mobilitätskonzepte bei der Entwicklung neuer Wohnquartiere integrieren. Die intelligente Kombination von Immobilien und Mobilität entscheidet über die CO2-freie Stadt und Gemeinde.

Und noch viel mehr. Denn hier fühlen sich die Bewohner wohl, der Raum gehört ihnen. Zu evohaus-Quartieren gehören Grünflächen, Parks und Spielplätze. Sie bieten ihnen das, was sich jeder von seinem zu Hause wünscht: Erholung, Wohlbefinden, Zufriedenheit. Feinstaubalarm oder gar Staus sind in unseren Wohngebieten undenkbar.

das konzept

„Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, mit der es erschaffen wurde“, sagte schon Nobelpreisträger Albert Einstein.

In unseren Quartieren verpflichten sich alle Bewohner zur gemeinsamen Produktion von Strom aus regenerativen Energiequellen. Für Heizung, Warmwasser und alle anderen Energiebedarfe wird ausschließlich Strom eingesetzt.

Mit unserem Energiemanagementsystem steigern wir unseren Eigenverbrauch auf rund 80 Prozent. Brauchen wir mehr Strom als wir selbst erzeugen können, dann wird ebenfalls nur Öko-Strom durch das Quartier gemeinsam für alle hinzugekauft. Selbstverständlich wird der individuelle Verbrauch für jede Wohneinheit einzeln berechnet.
Außerdem: zu jedem Wohngebiet gehört eine eigene Elektro-Fahrzeugflotte, die in einem Car-Sharing-Netzwerk zur Verfügung gestellt wird. Die E-Mobile (Autos, Roller, Fahrräder), die jeder Bewohner nutzen kann, dienen nicht nur als Speicher für den selbstproduzierten Strom, sondern darüber hinaus auch als virtuelle Kraftwerke.

ressourcenschonend und bezahlbar

Die Gebäude im Wohnquartier sind so angeordnet, dass möglichst viel Raum für Fußwege, Spielplätze, Gärten und andere Grünflächen zum Aufenthalt und zur Erholung gewonnen wird. Die Straßen haben eine maximale Breite, damit ein Möbelwagen oder auch Rettungsfahrzeuge dort fahren können.

Es gibt nahezu keine parkenden Autos auf den Straßen im Wohnquartier. Alle Fahrzeuge der Anwohner und ihrer Gäste werden in Parkarkaden unterirdisch untergebracht. Von dort kann jeder Bewohner seinen Hauseingang bequem erreichen. Die Arkaden sind offen angelegt, so dass das Tageslicht diese Anlage durchfluten kann und die Sicherheit der Bewohner und ihrer Gäste gewährleistet ist. Elektrofahrzeuge können problemlos auf den Stellplätzen aufgeladen werden.

Durch die Anordnung der Gebäude und der Möglichkeit, sein Auto in den Parkarkaden unterzubringen, reduziert sich der Flächenverbrauch und die Erschließungskosten belaufen sich für ein evohaus-Quartier gerade mal auf acht Prozent der Gesamtkosten.

das energiemanagementsystem (ems)

In Kooperation mit internationalen Forschungsinstituten wurde ein selbstlernendes Energiemanagementsystem (EMS) entwickelt, das für alle Bewohner die Stromversorgung einschließlich der Abrechnung der E-Mobile übernimmt. Es ermittelt Bedarf, Verfügbarkeit und Preis der Energie im 15 – Minuten-Takt und steuert so die optimale Energienutzung für die Bewohner.

In jeder Wohnung gibt es dafür eine „Stromampel“. Bei rot ist der Strom teuer, bei grün fast umsonst. So überlegt sich jeder, wann er wie Energie einsetzt. Auch bei uns kommt der Strom aus der Steckdose, aber mit Verstand. Mit dieser Technologie erfährt der Bewohner zu jeder Zeit, wie teuer der Strom ist. So kann er selbstverantwortlich entscheiden, will er Strom jetzt kaufen oder doch lieber später zu einem günstigeren Tarif.

Die Digitalisierung bildet die Basis für den verantwortlichen Gebrauch, den die Bewohner ebenfalls lernen müssen. Die smarten Technologien helfen entscheidend bei der Energiewende und einer CO2-freien Gesellschaft.

Das EMS berechnet für jeden Haushalt individuell die Kosten des Verbrauchs. Die dabei anfallenden persönlichen Daten werden mit einem besonderen Sicherheitssystem geschützt und sind für Dritte nicht zugänglich.

nachhaltig und besonders preiswert

Die Energiewelt von morgen wird dezentral, digital, nachhaltig und preiswert sein. Unter günstigsten Bedingungen könne nach Schätzungen der Wissenschaftler des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) die Fotovoltaik bis zum Jahr 2050 etwa 30 bis 50 Prozent der dann weltweit benötigten Energiemenge liefern -dreimal mehr als bisher angenommen.

Der Stromerzeugung durch Photovoltaik kommt bei der Erreichung der Klimaziele eine wesentlich höhere Bedeutung zu als bislang angenommen. Sie bietet gemeinsam mit der Windkraft heute jedenfalls die größten Potenziale. Außerdem zählen beide Technologien mittlerweile zu den preiswertesten. Bei der Photovoltaik kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: sie geniest mit großem Abstand die größte Akzeptanz in der Bevölkerung.

Weder Wind noch Sonne schicken an die Verbraucher irgendwelche Rechnungen und durch die niedrigen Erschließungskosten sind evohaus-Quartiere nachhaltig und gleichzeitig besonders preiswert.